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Buchwelttag

Da ist mir doch gestern glatt durchgegangen dass es der Welttag des Buches und des Urheberrechtes war. Ich bekam das erst mit als ich von der LernSchule wieder zu Hause war und da ich dort leider nicht ins Internet kann…

(Ach ja und gleichzeitig auch noch Tag des Deutschen Bieres!)

Naja dann hole ich das heute eben nach was drüber zu schreiben! Warum? Na ich bin eben so ein bebrillter Bücherwurm, zu meinen Vorstellungen einer angenehm verbrachten Zeit gehört definitiv das Schmökern in einem guten Buch, leise Musik, ein Glas kalter Eistee (Hmm vlt. auch ein dunkles Bier) und ein paar Pistazien zum Knabbern…

Mir fällt auch grad auf dass ich schon länger nix mehr über ein Buch geschrieben hab, wird also allerhöchste Zeit!

Zu den Büchern die ich letztens so gelesen habe gehört auch dieses: Zwielicht aus dem Jahre 1985 von Dean R. Koontz. Das Buch hat nix mit dem gleichnamigen Film Zwielicht von 1996 zu tun.

Die Geschichte beginnt wie so viele Geschichten von Koontz mit einem krassen Opener. „Es war das Jahr in dem unser Präsident ermordet wurde.“ Danach will man unbedint weiterlesen, er bleibt seinem Stil treu und stellt seinen Protagonisten Slim McKenzie gleich auf den ersten Seiten vor eine Extremsituation.

Spoilerwarnung: Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sich das aber vorstellen könnte und nichts näheres über das Buch wissen will: Bitte nicht weiterlesen. Ich kann das Buch und was mir an der Geschichte gefällt nicht beschreiben ohne wenigstens in Teilen auf den Inhalt einzugehen.

 

Ok, dann weiter.

Es geht grob gesagt um die Geschichte von Carl Stanfeuss, einen 17-jährigen Mordverdächtigen aus Oregon auf der Flucht vor dem Gesetz. Die Geschichte beginnt nachts auf einem Rummelplatz des Sombra Brothers Carnival, wo sich Carl oder Slim McKenzie, wie er sich nun nennt, auf der Suche nach einem Schlafplatz umsieht. Er plant am nächsten Morgen sich nach Arbeit auf dem Rummelplatz umzuhören, er hat auf kleineren Jahrmärkten bereits Erfahrung sammeln können und ein gutes Gefühl was diesen Ort hier angeht. Plötzlich sieht er eine Gestalt im Mondlicht schleichen und erstart vor Schreck: Einer von IHNEN ist hier auf dem Rummelplatz…

Zwielicht bechreibt den Kampf von Slim McKenzie und seinen neuen Freunden in den 60iger Jahren (um den Zeitpunkt von Kennedys Tod) gegen die unheimlichen TROLLE, wie er sie nennt. Normale Menschen können diese Wesen nicht erkennen, aber Slim ist nicht normal: Er hat Zwielicht-Augen, nach altem Volksglauben ein Hinweis auf seltsame paranormale Kräfte. Er sieht durch die äußere Hülle hindurch ein Wesen, das direkt der Hölle entsprungen sein könnte. Außerdem hat er Ahnungen und Träume, Visionen der Zukunft und Vergangenheit und ein intensives Gespür für das Wesen der Menschen. Die Trolle sind aber keine Menschen auch wenn sie so aussehen, bei IHNEN spürt er nur einen mörderischen Blutdurst und endlosen Hass auf die Menschheit. Hinzu kommt dass sie nicht nur im Innern monströs aussehen, vielmehr können sie sich auch in das Wesen verwandeln. In jener Gestalt sind sie Menschen im Nahkampf weit überlegen, hinzu kommt dass sie im Falle ihres Todes sich zurückverwandeln. Deshalb wird Carl auch von der Polizei gejagt, da er in ihren Augen dringend tatverdächtig ist seinen Onkel mit einer Axt umgebracht zu haben.

Wass diese Wesen nund wirklich sind, woher sie kommen und welche Ziele sie verfolgen weiss er nicht, aber im Laufe des Buches erfährt er mehr über die Trolle und die Menschheit als er je wissen wollte…

Es ist vielen Teilen ein typischer Koontz, Elemente aus dem Krimi-, Horror- und Thrillergenre, vermischt mit etwas SciFi und Fantasy, packend geschrieben mit einem guten Auge fürs Detail. Bei den Beschreibungen des Rummelplatzes oder der Stadt Yorktown konnte ich mir die Orte fast bildlich vorstellen. Der einzige echte Nachteil dem ich dem Buch nachsagen kann: Es ist viiiiiiiiiiiiel zu kurz.

Genau.

Darum:

Wo bleibt die Fortsetzung? 1985 war nicht gestern, aber bisher habe ich noch nichts von einer Fortsetzung erfahren können. Obwohl das Buch mit folgendem Satz endet: „Aber dies war nicht das Jahr, in dem unser geheimer Krieg gegen die Trolle endete.“ 

Noch offensichtlicher gehts ja wohl kaum. Kennt jemand eine Fortsetzung dieser Geschichte oder Pläne diese fortzusetzen?